SPECIJALNA BOLNICA ZA
MEDICINSKU REHABILITACIJU LIPIK

Nastavna baza Medicinskog fakulteta Sveučilišta J.J. Strossmayera Osijek

Geschichte des Kurortes

Nichtbelegte Quellen besagen, dass die heilenden Quellen von Lipik bereits in der Zeit des Römischen Reiches genüsslich besucht wurden, doch die ersten Schriftstücke über das Bestehen der Tourismusheilanstalt wurden zu Beginn des XVI Jahrhunderts verzeichnet, als Johannes Capistranus das heilkräftige Thermalbad Lipik erwähnte.

Die Schriftstücke aus dem XVIII Jahrhundert sprechen oft über heilkräftiges Wasser gemäß welchen Lipik bekannt wurde.

Im Jahr 1773 erforschte Lalangue die Quellen in Lipik. So wird in einem Schriftstück aus dem Jahr 1777 „ein Holzgebäude mit drei Bädern“ erwähnt und schon im Jahr 1782 hat das Thermalbad bereits vier Bäder: das „Allgemeine“, „Grafen“, „Herren“ und „Episkop“ Bad. Damals wurde zum ersten Mal damit begonnen die Wassertemperatur zu messen.

Den ersten „Boom“ erlebte der Kurorte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als in Lipik die Elektrizität eingeführt wurde, ebenso wurden die Bahnschienen Bartz - Banova Jaruga - Lipik - Pakrac zu Ende gestellt und seitdem wurde das in Flaschen gefüllte Mineralwasser auf großflächigere Märkte exportiert. Zahlreiche Weltspezialisten kamen nach Lipik und erkundeten die Eigenschaften des Heilwassers.

Zu jener Zeit kamen pro Jahr bis zu dreitausend Besucher nach Lipik. An der Jahrhundertwende reihte sich Lipik zu den bekanntesten europäischen Kurorten ein, Stirn an Stirn mit Baden-Baden und Karlovym Varima.

Nach dem Entwicklungseinbruch, der vorübergehend durch den Ersten Weltkrieg hervorgerufen war, konnte der erneute Anstieg des Gesundheitstourismus wieder ab dem Jahr 1920 verzeichnet werden. Die Heilanstalt wurde damals rekonstruiert und glänzte wieder mit altem Glanz daher.

Lipik war zu der damaligen Zeit ein mächtiges Heil- und Touristenzentrum und so nahm im Jahr 1938 die Stadt Lipik den zweiten Platz der Städte entsprechend der Anzahl an Übernachtungen im damaligen Königreich Jugoslawien ein.

In den achtziger Jahren des XX Jahrhunderts wurde der Inhalt durch das neuerbaute Hotel „Lipik“, mit dem gut ausgestatteten Vergnügungs- und Einkaufszentrum, die Kegelbahn, die Reiterschule, der neue Beckenkomplex, der Tennisterrain, wie auch durch die Jagd- und Fischfangmöglichkeiten ergänzt. Das Angebot der Heilanstalt für Gesundheit wie auch das Krankenhaus waren zu der damaligen Zeit eine der modernsten Institutionen in der Region. Nicht nur durch den Inhalt wurden die Gäste angelockt, sondern auch durch effektive ärztliche Behandlungen und hervorragende therapeutische Arbeitsergebnisse.

Als im Jahr 1991 das Krankenhaus Lipik die schwersten Kriegsangriffe und Zerstörungen erlitt, blieben auch die Krankenhausobjekte davon nicht verschont. Der unmittelbare Kriegsschaden bei den Krankenhausobjekten (Bauwerk, Installationen, Ausstattung) wie auch die indirekten Schäden wurden auf ungefähr 10.000.000 damalige DM geschätzt (ca. 5.600.000 €).

Bereits im nachfolgenden Jahr 1992 wurden die erforderlichen Umbauarbeiten an Teilen des Krankenhauses durchgeführt und es nahm wieder seine Haupttätigkeit auf: Physikalische und Rehabilitative Medizin (ambulante und stationäre Form). In einem Bereich des Krankenhauses wurde zu der damaligen Zeit vorübergehend eine bestimmte Anzahl an Flüchtlinge untergebracht.

Im März 1994 erhielt das Krankenhaus durch den Beschluss des Ministeriums für Gesundheit der Republik Kroatien erneut den Status Spezialklinik für die medizinische Rehabilitation. Seitdem finden jedes Jahr maximale Bemühungen für die zusätzliche Modernisierung der Krankenhausobjekte statt, neben der Restaurierung des denkmalgeschützten Erbes und der traditionellen Fundamente auf denen dieser Kurort begründet wurde.